Kostenrechner · Onboarding
Vier Werte genügen, und die Rechnung läuft mit euren Zahlen statt mit fremden Durchschnittswerten. Heraus kommen vier Kostenposten. Zwei davon tragen eine Formel und einen Betrag, zwei bleiben mit einem Fragezeichen stehen.
Der unbezifferte Teil wird bewusst nicht geschätzt. Er verschwindet dadurch nicht, er taucht nur in keiner Kostenstelle auf. Keine Anmeldung nötig, um das Ergebnis zu sehen.
Der blinde Fleck
Eine Maschine, die vier Monate mit halber Leistung läuft, steht in jedem Bericht. Eine neue Kollegin, die vier Monate braucht, bis sie eigenständig arbeitet, steht nirgends. Ihr Gehalt läuft als Personalaufwand mit, die Einarbeitungszeit ist darin nicht getrennt ausgewiesen, und deshalb wird sie nicht gesteuert.
Das ist keine Nachlässigkeit der Buchhaltung, sondern eine Eigenschaft der Kostenrechnung: Sie erfasst, was bezahlt wird, nicht, was dabei herauskommt. Der Betrag unten ist deshalb auch keine neue Ausgabe. Ihr zahlt ihn bereits, seit Jahren, ohne dass er als Posten auftaucht.
Wer die vier Werte unten nicht kennt, hat damit bereits die erste Diagnose. Nicht messbar heißt in diesem Fall nicht vorhanden, und zwar nur in der Auswertung.
Kostenrechner
Bewusst mit euren Zahlen statt mit fremden Durchschnittswerten, denn eine Zahl, die man selbst eingesetzt hat, glaubt man. Die Vorgabewerte stehen als Beispiel da und wollen überschrieben werden.
Posten 1
138.462 €
Unproduktive Einarbeitungszeit
Über die Einarbeitung hinweg leistet eine Person grob die Hälfte, also kostet jede Einstellung etwa W/2 Wochen Vollkosten.
E × W/2 × K/52
Posten 2
59.760 €
Frühfluktuation
Jeder Abgang im ersten Jahr kostet die Einarbeitung ein zweites Mal, dazu Vakanz und Neubesetzung. Beratungshäuser setzen ein bis drei Jahresgehälter an, hier gerechnet mit einem.
F × E × K
Posten 3
?
Gebundene Zeit der anderen
Ohne Struktur beantworten Führungskraft und Kollegen dieselben Fragen bei jeder Einstellung neu. Dieser Posten bekommt bewusst keine Formel, denn er ließe sich nur schätzen. Jeder kennt ihn aus der eigenen Woche.
Posten 4
?
Abfließendes Wissen
Was mit einem Austritt die Firma verlässt, muss die Nachfolge sich neu erarbeiten. Auch er bleibt ohne Formel, denn seine Größe hängt daran, wie viel nur eine Person weiß. Er fällt selbst dann an, wenn niemand eingestellt wird.
Bezifferbarer Teil, Jahr für Jahr
198.222 €
Das entspricht rund 3,3 Jahresgehältern, und in keiner Kostenstelle taucht es auf.
Senkt ihr die Einarbeitungsdauer durch Struktur um nur vier Wochen, sind das 27.692 € im Jahr.
Die beiden Fragezeichen bleiben stehen und werden nicht geschätzt, sonst wird aus einer belegten Rechnung eine erfundene. Gerechnet wird in eurem Browser — hier wird nichts gespeichert und nichts von selbst übertragen. Erst wenn ihr die Zahlen mit dem Knopf oben ausdrücklich in eure Auswertung übernehmt, gehen sie an den Selbstcheck. Wer sie stattdessen nur festhalten will, druckt diese Seite oder notiert sich die vier Werte.
Nachrechnen erwünscht
Ein Rechner, dessen Formeln man nicht sieht, ist ein Werbebanner mit Eingabefeldern. Hier stehen beide Annahmen mit ihrer Herkunft, damit ihr sie an eurer Wirklichkeit prüfen und gegebenenfalls verwerfen könnt.
Die halbe Leistung
Am ersten Tag liegt der Beitrag bei null, am Tag der Eigenständigkeit bei voll. Dazwischen steigt er, und über die gesamte Strecke gemittelt landet man bei ungefähr der Hälfte. Deshalb W/2 und nicht W. Wer die Kurve bei sich flacher ansetzt, rechnet mit einem größeren Wert für W, nicht mit einer anderen Formel.
Die Annahme ist konservativ: Sie unterstellt, dass vom ersten Tag an ein Beitrag entsteht.
Ein Jahresgehalt je Frühabgang
Für die Kosten einer Neubesetzung nennen Beratungshäuser üblicherweise ein bis drei Jahresgehälter, je nach Rolle und Suchdauer. Der Rechner nimmt den untersten Wert dieser Spanne. Die verlorene Einarbeitung steckt bereits in Posten 1, sie wird hier also nicht ein zweites Mal berechnet.
Bei Fach- und Führungsrollen mit langer Suche liegt der Faktor höher. Dann ist der Betrag unten die Untergrenze.
16,4 %
Kündigungen in den ersten hundert Tagen. Zur Einordnung des Werts F, nicht als eigene Rechnung. Wer die eigene Quote nicht kennt, sollte nicht beruhigt annehmen, sie läge darunter.
softgarden 2025 (Anbieterumfrage)
25 %
der Unternehmen haben einen strukturierten, zentral koordinierten Onboarding-Prozess. 78 Prozent halten den eigenen für ausbaufähig. Wer sich hier wiederfindet, ist in der Mehrheit.
Haufe Onboarding-Studie 2023, n = 775 (Branchenumfrage)
8,5 Mio.
Beschäftigte sind 55 Jahre oder älter und verlassen den Arbeitsmarkt in den nächsten zehn bis fünfzehn Jahren. Jede Einarbeitung, die heute misslingt, misslingt künftig gegen einen leereren Markt.
KOFA / IW Köln, Studie 04/2026 im Auftrag des BMWE (amtliche Daten)
Die Gegenrechnung
Der letzte Satz im blauen Feld oben rechnet ein Szenario: dieselben Einstellungen, dieselben Vollkosten, nur vier Wochen weniger bis zur Eigenständigkeit. Bei zwölf Einstellungen und 60.000 € Vollkosten sind das knapp 28.000 € im Jahr, und die Frühfluktuation ist dabei noch gar nicht angefasst.
Was dieses Szenario ausdrücklich nicht behauptet: dass eine Software die vier Wochen bringt. Die Rechnung sagt nur, was eine Verkürzung wert wäre. Ob sie bei euch möglich ist und woran sie heute scheitert, ist eine andere Frage, und sie wird nicht mit Zahlen beantwortet, sondern mit einem Blick auf den Ablauf.
Aus der Praxis lassen sich vier Stellen benennen, an denen die Wochen liegenbleiben: Es gibt keinen geschriebenen Ablauf, sondern Erfahrungswissen. Es gibt keine benannte verantwortliche Person, sondern Zuständigkeit im Plural. Niemand sieht während der Einarbeitung, wo jemand steht, sondern erst im Probezeitgespräch. Und nach Woche zwei folgt nichts mehr, der Anschluss an die Entwicklung fehlt.
Diese vier Stellen sind zugleich die vier Dimensionen, die der Selbstcheck unten misst: Struktur, Verantwortlichkeit, Sichtbarkeit und Anschluss. Der Rechner sagt, wie viel auf dem Spiel steht. Der Selbstcheck sagt, an welcher der vier Stellen es bei euch klemmt.
Persönliche Auswertung
Zwölf Fragen mit Ja oder Nein, drei je Dimension, drei Minuten. Die drei Fragen einer Dimension sind aufsteigend gestaffelt, deshalb zählt nur, was lückenlos mit Ja beantwortet ist. Das verhindert Schönrechnen.
Eure Stufe je Dimension
Vier Stufen von ad hoc bis verzahnt, einzeln für jede der vier Dimensionen. Kein Gesamtscore, der die Schwachstelle im Durchschnitt verschwinden lässt.
Euer Engpass, benannt
Die eigene Stufe ist die niedrigste der vier, nicht der Mittelwert. Die Kette bricht am schwächsten Glied, und genau das steht in der Auswertung.
Als PDF zum Weitergeben
Das Ergebnis steht sofort auf dem Bildschirm. Wer die Adresse bestätigt, bekommt es zusätzlich als Seite und als PDF für die Runde im Führungsteam.
Der Fragebogen läuft auf app.eid-hub.de, dem System unserer Muttermarke Eid Hub, und ist hier nur eingebettet. Antworten und Adresse werden dort gespeichert, die vollständige Auswertung geht erst nach eurer Bestätigung heraus. Die vier Werte aus dem Rechner bleiben davon unberührt, solange ihr sie nicht ausdrücklich übernehmt — erst mit dem Knopf oben gehen sie mit und stehen dann in eurer Auswertung und im PDF. Datenschutz · in eigenem Fenster öffnen
In 30 Minuten zeigen wir an einer konkreten Rolle aus eurer Firma, wie ein strukturierter Ablauf aussieht und an welcher Stelle er die Wochen spart. Live, an euren Fällen.