CALTRIX

Für IT und Betriebsrat

Die Fragen, die ihr zuerst stellt. Vorab beantwortet.

Diese Seite ist kein Verkaufstext. Sie ist ein Nachschlagewerk für die beiden Gremien, die eine Einführung tragen oder stoppen: wo die Daten liegen, wer was sieht, was ausdrücklich nicht ausgewertet wird und wie die KI angebunden ist.

Wenn etwas fehlt, sagt es uns, dann ergänzen wir es hier statt in einer Mail.

Für den Betriebsrat: Was wird ausgewertet und was nicht

Die kurze Antwort: Bewertet werden Inhalte und Abläufe, nicht Menschen. Das ist keine Zusage im Vertrag, sondern eine Entscheidung, die im Aufbau der Software steckt.

Keine personenbezogene Leistungsauswertung

Auswertungen sind aggregiert. Gruppen unter drei Personen erscheinen gar nicht, damit sich niemand herausrechnen lässt. Rückmeldungen zu einem Lernpfad werden erst ab drei Antworten ausgewertet. Für die Sicht auf Einzelwissen gilt eine eigene Regel, die ihr selbst festlegt (siehe unten).

Reflexionen bleiben privat

Was jemand für sich notiert, sieht niemand sonst, auch die Führungskraft nicht. Sichtbar sind ausschließlich Abgaben, die bewusst eingereicht wurden.

Kein Alters- und kein Geburtsdatum

Auch nicht für die Sicht auf Einzelwissen: gelesen werden ausschließlich Daten, die jemand gesetzt hat. Hochgerechnet wird nichts.

Sicht auf Einzelwissen, von euch eingestellt

Wo eine Kompetenz nur an einer Person hängt, ist das jederzeit sichtbar, nicht erst beim Austritt. Ob in dieser Sicht Namen stehen oder nur die Zahl der Personen, legt ihr im Mandanten fest, etwa gemeinsam mit dem Betriebsrat.

Selbsteinschätzungen sind freiwillig sichtbar

Wer sich selbst einschätzt, entscheidet, ob die Führungskraft die Stufe sieht. Der Bedarf bleibt sichtbar, die Bewertung nicht.

Mitbestimmung als eigener Schritt

Pflichtunterweisungen lassen sich vor dem Rollout durch den Betriebsrat freigeben, als Schritt im System, mit Protokoll, nicht per Mail nebenher.

Wenn Personalverwaltung und Zeiterfassung dazukommen

Eine Zeiterfassung ist eine technische Einrichtung, die zur Verhaltens- und Leistungskontrolle geeignet ist, und damit der Musterfall des § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG. Ihr kommt an dieser Stelle also ohnehin ins Verfahren. Die sechs Punkte darunter sind der Grund, warum das Verfahren hier kürzer wird: Sie stehen nicht in einer Zusage, sondern in der Software.

Ohne eure Antwort bleibt die Zeiterfassung stumm

Der erste mitbestimmungspflichtige Akt ist nicht der Dienstplan, sondern die Einführung der Software. Solange die Frage offen ist, nimmt Caltrix keine einzige Buchung an und der Menüpunkt erscheint nicht einmal: keine Werbung in der Navigation. Beantwortet heißt entweder erfasste Zustimmung mit Datum und hinterlegter Betriebsvereinbarung oder, wo es kein Gremium gibt, ein Vermerk darüber. Ein Org-Admin kann die Erfassung nicht im Alleingang einschalten.

Aufgezeichnet wird die Dauer, nicht die Uhr

In Vertrauensarbeitszeit bestätigt die beschäftigte Person ihre Woche oder trägt nur die Abweichung ein. Beginn und Ende sind im Datenmodell vorhanden, in diesem Modus aber nicht verlangt. Wer Kommen und Gehen will, wählt den dritten Modus und diese Wahl trifft jemand bewusst und je Abteilung, statt sie mit der Software geliefert zu bekommen.

Eure eigene Sicht zählt, sie nennt nicht

Der Betriebsrat bekommt eine eigene Fläche: je Woche die Zahl der Personentage über der gesetzlichen Grenze und über der vereinbarten Warnschwelle. Zahlen, keine Namen, keine Tageslisten und keine Sicht der Führungskraft, denn der Betriebsrat ist kein Vorgesetzter. Unterhalb einer Mindestgruppengröße, ab Werk fünf erfasste Personen, erscheint gar nichts: Über eine Zweiergruppe ist eine anonyme Auswertung eine Personalauskunft mit anderem Namen.

Die Rolle Betriebsrat trägt kein Verwaltungsrecht

Sie ist in der Rechteverwaltung mit einer leeren Berechtigungsliste angelegt. Mitgliedschaft öffnet die eigene Sicht und sonst nichts. Der Org-Admin erbt sie nicht nebenbei mit. Umgekehrt gilt: Trägt die Rolle niemand, hat euer Betrieb aus Sicht der Software keinen Betriebsrat und die Wege, die ihn voraussetzen, entstehen gar nicht erst.

Die Einstellung wird vorgelegt, nicht mitgeteilt

Der Weg nach § 99 BetrVG läuft als Vorgang statt als Ausdruck: Die Unterlagen gehen an das Gremium, die Frist von einer Woche läuft mit und Schweigen gilt als Zustimmung (§ 99 Abs. 3 Satz 2). Erst die Zustimmung oder der Fristablauf führt die Einstellung aus, eine Verweigerung stellt niemanden ein. Für Versetzung und Umgruppierung gibt es diesen Weg heute nicht, dort bleibt es beim bisherigen Verfahren.

Zwei Jahre Aufbewahrung und darunter geht nichts

§ 16 Abs. 2 ArbZG verlangt mindestens zwei Jahre. Der Löschlauf erzwingt diese Untergrenze selbst, auch wenn in der Konfiguration eine kürzere Frist steht: Nach oben ist sie einstellbar, nach unten nicht. Danach wird gelöscht und nicht archiviert.

Was die Zeiterfassung sonst tut und was sie ausdrücklich nicht tut, steht auf der Seite zu Caltrix Time. Die gesetzlichen Fristen der Personalverwaltung stehen auf der Compliance-Seite.

KI, ohne dass eure Inhalte das Haus verlassen

Caltrix hält keinen zentralen KI-Schlüssel und schickt nichts an einen Anbieter. Wer KI nutzen will, bindet seine eigene über seinen eigenen Zugang an. Wer nicht will, nutzt die eingebaute Heuristik oder gar nichts, die Plattform funktioniert vollständig ohne.

Entwürfe aus vorhandenem Material, etwa eine Checkliste aus Protokollen, erstellt eure eigene KI, angebunden über euren eigenen Zugang. Dazu schlägt sie Quizfragen vor und ordnet Inhalte Kompetenzen zu. Jeder Vorschlag geht durch eine menschliche Freigabe.

Eine Caltrix-KI gibt es nicht und Menschen bewertet die KI nicht, auch nicht über eine Kompetenzstufe. Das ist eine andere Risikoklasse und wir haben sie bewusst nicht gebaut.

Für die IT: Betrieb, Zugang, Schnittstellen

DatenstandortDeutschland. Auf Wunsch On-Premises in eurer eigenen Umgebung.
MandantentrennungEigene Datenbank je Kunde, nicht nur eine Spalte in einer geteilten Tabelle.
Anmeldung2FA für alle, SSO über OIDC oder SAML, Nutzer-Bereitstellung über SCIM 2.0 (Azure AD, Okta) im Level Compliance.
HR-AnbindungPersonio verwaltet eure Leute, Caltrix sorgt dafür, dass Wissen zwischen ihnen weitergeht. Ein- und Austritte kommen aus Personio, Nachweise gehen dorthin zurück. Workday ist über den HRIS-Eingang angebunden, auch dort lösen Ein- und Austritte automatisch aus. Beides ab dem Level Entwicklung.
SchnittstelleDokumentierte REST-API (/api/v1) mit Token je Zweck, Rate-Limits und Idempotenz. Lern-Ereignisse (Abschlüsse, Quiz-Ergebnisse) gehen auf Wunsch als xAPI-Statements an euren Learning Record Store.
NachweiseVollständiges Audit-Log, Export als CSV, dazu ein signiertes Bundle, dessen Unverfälschtheit prüfbar ist.
LöschungAufbewahrungsfristen je Datenart, automatische Löschung nach Austritt; gelöscht wird der Personenbezug, nicht die Historie der Organisation.
ZertifizierungCaltrix ist nicht nach ISO 27001 zertifiziert. Für Firmen mit eigenem ISMS ist On-Premises der bessere Weg: Caltrix läuft dann unter euren Kontrollen und eurer Zertifizierung.

Vertragliches (AVV, TOMs, Unterauftragnehmer, Betriebsmodell) steht auf der Compliance-Seite.

Eine Frage offen?

Wir beantworten sie schriftlich, damit ihr sie weiterreichen könnt, und nehmen sie danach hier auf.

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