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Entgelttransparenz, bevor sie zur Pflichtübung wird

Die EU-Richtlinie 2023/970 gibt Beschäftigten einen Auskunftsanspruch und Firmen eine Berichtspflicht, gestaffelt ab 2027 für Betriebe ab 150 Beschäftigten. Was heute Handarbeit in einer Tabelle ist, wird ein Klick.

Gehaltsbänder in der Personalakte, Auskunft im Self-Service, Entgeltbericht für die Personalverwaltung. Setzt Caltrix Staff voraus.

Der Stand der deutschen Umsetzung ist zu prüfen, wir bauen gegen die Richtlinie, nicht gegen eine Vermutung

Drei Flächen

Einzeln zu klein, zusammen ein Produkt

Alle drei setzen dasselbe voraus: Gehaltsbänder, die einer Stelle eine Entgeltgruppe mit Spanne zuordnen.

Die Auskunft

Art. 7 der Richtlinie gibt der beschäftigten Person Anspruch auf ihr eigenes Entgelt und den Durchschnitt ihrer Vergleichsgruppe, aufgeschlüsselt nach Geschlecht, und der Firma zwei Monate Zeit. Der Self-Service beantwortet das selbst.

Der Bericht

Grundentgelt und variable Bestandteile ausgewertet, das geschlechtsspezifische Gefälle gerechnet, und die Personalverwaltung wird angesprochen, wo eine Entgeltgruppe auffällt.

Die Angabe in der Ausschreibung

Art. 5 verlangt Einstiegsentgelt oder Spanne vor dem Gespräch und verbietet die Frage nach dem bisherigen Verdienst. Die Vakanzmaske fordert das Band ein, statt es anzubieten.

Vier Leitplanken

Ohne die würden wir das nicht bauen

Entgelt ist die Stelle, an der ein zu eifriges System mehr Schaden anrichtet als eine Tabelle.

Die Vergleichsgruppe wird gesetzt, nicht gerechnet

„Gleiche oder gleichwertige Arbeit“ ist eine arbeitsrechtliche Wertung und keine Ableitung aus Daten. Der Anker ist das vorhandene Stellenprofil, die Zuordnung trifft die Personalverwaltung.

Unter einer Mindestgröße gibt es keine Zahl

Eine Vergleichsgruppe aus zwei Personen legt das Entgelt der anderen exakt offen. § 12 Abs. 3 EntgTranspG zieht die Grenze bei sechs Beschäftigten des anderen Geschlechts; wir übernehmen sie und machen sie einstellbar nach oben, nie nach unten. Wo die Gruppe zu klein ist, sagt die Auskunft genau das.

Der Hinweis nennt eine Pflicht, keinen Verdacht

Art. 10 verlangt die gemeinsame Entgeltbewertung, wenn das Gefälle 5 Prozent übersteigt, sachlich nicht zu rechtfertigen ist und binnen sechs Monaten nicht behoben wird. Der Text sagt deshalb „hier entsteht eine Pflicht nach Art. 10“ und niemals „hier liegt eine Benachteiligung vor“. Die Bewertung ist der Teil, den Menschen vornehmen.

Keine Angabe ist ein Wert

Das Geschlecht ist für den Bericht ein zweckgebundenes Einzelmerkmal, mit „keine Angabe“ als echtem Wert, der eine eigene Spalte bekommt, statt stillschweigend herauszufallen. Ein Bericht, in dem ein Drittel der Belegschaft fehlt, muss das aussprechen, sonst rechnet er sich schön.

Wer es braucht

Nicht jede Firma, und das sagen wir vorher

Deshalb ist Pay ein eigenes Add-on und nicht in der Personalakte enthalten: Wer es nicht braucht, soll es nicht mitbezahlen.

  • Ab 2027: Berichtspflicht für Betriebe ab 150 Beschäftigten (Art. 9 der Richtlinie).
  • Ab 2031: Berichtspflicht für Betriebe ab 100 Beschäftigten.
  • Ab 200 Beschäftigten: Auskunftsanspruch nach dem deutschen EntgTranspG, unabhängig davon.
  • Darunter: freiwillig, und dafür reicht oft das Freitextfeld für die Gehaltsspanne, das jede Ausschreibung in Caltrix Hire ohnehin hat.

Zum Nachlesen

Wenn Sie es lieber am Stück lesen oder jemandem in der Firma vorlegen wollen.

Rechnen Sie es an Ihrer Belegschaft durch

Wir zeigen den Bericht an anonymisierten Beispieldaten, und sagen Ihnen, ob Ihre Größe das Add-on überhaupt nötig macht.